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REIMO Ausbau-Ratgeber – Dächer

Ausbauratgeber: Dächer
Ein Wohnmobil braucht Platz nach oben, sei es um Stehhöhe beim Kochen zu haben oder für zusätzliche Schlafplätze. Wir geben Hinweise zur Dachauswahl und zur richtigen Montage.
Schlafdach, Hochdach, Hubdach?
Hochdach-Montage
Ersatzteile für REIMO Dächer
Schlafdach-Montage
Hubdach-Montage
Grundsätzlich ist die Montage eines Hochdaches auf ein Auto keine sehr komplizierte Aufgabe Da allerdings ein erheblicher Eingriff in die Karosserie stattfindet und z.B. ein sich lösendes Dach viel Ärger verursachen kann, müssen die Arbeiten mit größter Sorgfalt ausgeführt werden
TÜV-Freigabe: Da der Aufbau eines Hochdaches die Fahrzeughöhe ändert, müssen Sie Ihr Fahrzeug nach der Montage vorführen und ihre Kfz-Papiere ändern lassen. Streng gesehen erlischt sonst durch den Umbau Ihre Betriebserlaubnis und der Versicherungschutz
Für die TÜV-Freigabe liefern wir Ihnen zu Ihrem REIMO-Dach ein Gutachten mit.
Der Dachausschnitt:
Für den Hochdachaufbau ist die Größe des Dachausschnittes unerheblich, solange im Bereich der Verklebung noch etwas Dachblech zur Herstellung der V-Klebenaht stehen bleibt (ca. 4-6 cm).
Im einfachsten Fall befindet sich der Ausschnitt zwischen zwei Dachverstärkungs-Holmen. Außer einem Holzrahmen, der die Blechschnittkante versteift, ist dann keine Verstärkung notwendig. Für einige Fahrzeuge bieten wir spezielle Einbaurahmen an (VW T4, Ford Transit, etc.).
Im allgemeinen gilt: Für jeden entfernten Dachspriegel muß ein neuer eingesetzt werden. Im Zweifelsfall kontaktieren Sie den Fahrzeughersteller.
Reimo hat Freigaben für seine Dächer auf Basis Ford Transit, VW T2, VW T4 und VW LT, Mercedes Vito und der entsprechenden Fahrzeuge der meisten japanischen Hersteller. Wegen der Toleranzen in den Abmessungen der Basisfahrzeuge kann eventuell eine Nachschablonierung des Daches notwendig sein.
1. Am Beispiel eines VW T4 soll hier prinzipiell der Aufbau eines Hochbaches erläutert werden. 2. Studieren Sie gründlich die Zeichnung, die Sie mit ihrem Einbaurahmen mitgeliefert bekamen. Die Zeichnung sagt Ihnen, an welchen Stellen Sie das Blechdach anschneiden müssen.
Beachten Sie auch die allgemeine Einbauanleitung des TÜV-Gutachtens.
3. Markieren Sie zunächst den Dachausschnitt. Achten Sie darauf, dass die Ecken mit einem Radius von mindestens 50 mm zuzuschneiden sind, damit es später keine Risse im Blech gibt.
Die Maße quer zur Fahrtrichtung sind über die Wölbung gemessen; benutzen Sie hier ein Bandmaß oder einen biegsamen Zollstock.
4. Liegt ein Dachspriegel im Bereich des Dachausschnittes, muß dieser Spriegel vor dem Aufschneiden des Dachbleches herausgemeißelt werden.
Bei einigen Fahrzeugen, z.B. Mitsubishi, sind die Spriegel nur verschraubt.
Achtung: Nicht bei allen Fahrzeugen dürfen die Dachspriegel ausgemeißelt werden! 5. Decken Sie Ihr Fahrzeug mit Folie ab, bevor Sie mit dem Bohren und Sägen anfangen. Die feinen Metallspäne sind nur mühsam aus den Gummis usw. zu entfernen und können sehr schnell Rostschäden verursachen.
Bohren Sie dann innerhalb der Markierung in der Nähe der Ecken je ein Loch zum Einsetzen der Stichsäge.
6. Schneiden Sie mit einer Stichsäge die Kontur genau nach. Schutzbrille tragen! Schneiden Sie zuerst Vorder- und Hinterseite des Ausschnittes. Unterlegen Sie dann die Enden mit Leisten, damit das ausgeschnittene Blech nicht ins Fahrzeuginnere fällt. Beim Abheben der ausgeschnittenen Dachhaut sollten Sie wegen der Verletzungsgefahr Handschuhe tragen. 7. Entgraten Sie die Schnittkanten mit einer Feile. Bitte versuchen Sie auf keinen Fall, den Dachausschnitt glatt zu flexen. Der unweigerlich entstehende Funkenflug zerstört den Autolack.
8. Bitte machen Sie jetzt keine Pause, sondern grundieren Sie sofort die Schnittkanten und schützen Sie diese vor Rost. 9. Legen Sie nun die Dachschale auf und prüfen Sie die Passgenauigheit. Durch Fahrzeugtoleranzen kann es erforderlich sein, die Ecken etwas nachzufeilen. Bei Fahrzeugen, bei denen Sie Spriegel wieder einschweißen müssen (siehe Bauanleitung), prüfen Sie bitte jetzt auch die Passgenauigkeit der Spriegel. Diese sollten ca. 5-10 mm Abstand zur äußeren Dachschale haben. 10. Werden Spriegel benötigt, so legen Sie jetzt die Abstände der einzelnen untereinander fest (die Maße stehen in der Zeichnung) und markieren Sie sich diese am Fahrzeug. Falls notwendig passen Sie die Spriegel an die Dachform an. 11. Schleifen Sie jetzt mit dem Winkelschleifer (mit Gummiteller und Schleifpapier) die Innenseite des Daches bis ca. Handbreite oberhalb der Kante an (Schutzbrille und Staubschutzmaske benutzen). Außen müssen Sie ca 10 mm hoch die Lackschicht etwas anrauen (z.B. mit Schleifvlies).
12. Rauen Sie ebenso den Lack in der Regenrinne und bis etwas 60 mm oberhalb mit Schleifvlies vorsichtig an. Eventuell vorhandene Roststellen müssen sorgfältig entfernt und nachlackiert werden, um später größere Schäden zu vermeiden. Rost führt zur Ablösung des Klebers, der im Laufe der Zeit von der Roststelle unterwandert wird. 13. Entfernen Sie gründlich den Staub von Auto und Hochdach und legen Sie das Dach auf zwei Holzleisten über das Auto. Reinigen Sie alle Klebestellen gründlich mit Sika-Reiniger 205 oder notfalls mit Waschbenzin. Geben Sie dann eine Raupe Sikaflex rundum in die Regenrinne (Innenkante). 14. Lassen Sie das Dach ab und sichern Sie es mit 2 Gurten oder Seilen. Es sollte dabei nicht gewaltsam nach unten gespannt werden, sonst sind Spannrisse unvermeidlich. 15. Fixieren Sie das Hochdach durchgehend, z.B. mit schmalen Holzleisten in der Regenrinne, damit es keine Wellen in den Seitenflanken gibt. Verfüllen Sie die Naht innen mit Sikaflex und lassen Sie das Fahrzeug über Nacht stehen.
16. Die Dachspriegel werden über Knotenbleche mit dem Fahrzeug vernietet. Ihr Abstand zur Dachschale sollte immer ca. I0 mm betragen.
Den Zwischenraum füllen Sie mit elastischem Material auf, z.B. X-trem Isolator. Bei gewölbten Dächern kann in der Dachmitte eine zweite Lage erforderlich sein.
Fast alle unsere Spriegel sind gebogen, sodass es keine scharfen Ecken gibt die bei Verspannung des Fahrzeugs die Dachschale beschädigen können. Die Knotenbleche geben dem Spriegel die nötige Seitenstabilität und ermöglichen eine Höhenanpassung. Spriegel und Knotenbleche werden mit 5 Stahlnieten befestigt. 17. Kleben Sie jetzt das Dach und die Regenrinne sorgfältig ab, so wie auf der Abbildung gezeigt. 18. Verfugen Sie hier mit Sikaflex. So verfahren Sie rund ums ganze Auto.
  
19. Wenn Sie mit dem Verfüllen an der Außenseite fertig sind, ziehen Sie die Masse glatt. Nehmen Sie dazu einfach die Finger und Sika Abglättmittel 29422. Abdeckband sofort abziehen. Für dauerhafte UV-Beständigkeit sollten Sie schwarzes Sikaflex verwenden oder ansonsten die Sikaflexnaht lackieren. Hinweis: Dies ist keine verbindliche Einbauanleitung für alle Dachtypen. Es werden lediglich prinzipielle Arbeiten gezeigt. Alle Einbauhinweise ohne Gewähr. Technische Änderungen vorbehalten.   
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Wir garantieren nicht für Richtigkeit, Gültigkeit und Anwendbarkeit der in diesem Ausbau-Ratgeber dargestellten Tipps, Vorgehens­weisen oder Montagehinweise, und übernehmen keine Haftung für etwaige Schäden.
Die Inhalte dieses Ausbau-Ratgebers beruhen auf Artikeln, die in den REIMO Ausbau- und Zubehörkatalogen 1995 - 2012 erschienen sind. Sie beschreiben allgemeine Vorgehensweisen, die nicht unbedingt für jeden Fahrzeugtyp und jedes Baujahr Gültigkeit haben. Bitte fragen Sie einen regionalen REIMO-Ausbauspezialisten, bevor Sie mit dem Ausbau beginnen.