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REIMO Ausbau-Ratgeber – Wohnmobil-Technik: Gas, Wasser, Strom, Solar

Ausbauratgeber: Wohnmobil-Technik
Die technische Ausstattung des Wohnmobils beinhaltet Elektrik, Gas- und Wasseranlage. Diesen Komfort an Bord zu haben macht unabhängig und ermöglicht entspanntes Reisen.
Elektrik - 12 V und 230 V-Anlage
Elektrik - Solar-Anlage
Elektrik - Batterie-Info
Wasseranlage: Aufbau & Montage
Tipps zur Gasanlage
Kleines Elektrik-Lexikon
Tipps zur Gasanlage
Flüssiggas wird unterschieden in:

Propan (graue Gasflaschen) und Butan (blaue Campingflaschen).
Der Vorteil von Propangas ist, dass der Siedepunkt viel niedriger als bei Butangas liegt, und es daher auch im Winter im Reisemobil/ Caravan genutzt werden kann.

Im Gaskasten eines Reisemobiles dürfen max. 1 Gebrauchs- und 1 Vorratsflasche bis je 16 kg untergebracht sein. Der Gaskasten muss zum Innenraum vollkommen abgedichtet sein und an der tiefsten Stelle eine Entlüftung nach außen (von 100 cm2) haben: Idealerweise im Boden (dies ist jedoch nicht zulässig, wenn Geräte ihr Abgas nach unten führen); Tür/Klappe zum Innenraum ist zulässig.
Ausnahme hiervon ist der Gasflaschenkasten (Art.-Nr. 75160), der nur eine Öffnung von 2 cm2 durch den Boden hat, da hier die Gasflasche (max. 3 kg) nur nach oben herausgenommen werden kann. Der Deckel schließt luftdicht. Hinter die Gasflasche muss ein Druckregler (30 mbar) installiert werden. Von diesem Regler führt ein Schlauch (max. 40 cm lang) zu den Verbrauchern.
Ausnahme: Auszugskästen, 75 cm Schlauchlänge

Einbauschema Gasanlage
Haben Sie nur 1 Verbraucher installiert, benötigen Sie kein zusätzliches Schnellschlussventil, hier ist das Flaschenventil als Absperrhahn zulässig. Haben Sie mehr als einen Verbraucher installiert, benötigen Sie zusätzlich je ein Schnellschlussventil pro Verbraucher.
Achtung: Zuordnungs-Symbole für Ventil/Verbraucher unbedingt aufkleben!

Für die Installation empfehlen wir Stahlgasrohr, da dieses in Verbindung mit Gasdichtpaste und den von uns angebotenen Gasverschraubungen leichter abzudichten ist als Kupferrohr mit Einsteckhülsen.
Achtung: Zusätzlichen Unterflur-Rostschutz nicht vergessen!
Gasleitung mindestens alle 100 cm mit Gasrohrschelle befestigen.

Heizungen und Kühlschränke dürfen nur mit einer Abgasführung nach außen eingebaut werden. Kocher, Gasleuchten und Backöfen dürfen ohne separaten Abgaskamin nach außen genutzt werden, bei Backöfen empfehlen wir Ihnen dennoch eine Abgasführung (Kamin) nach außen.
In jedem Fall muss die DIN 721 (Anforderungen an Sicherheitsbelüftungen in bewohnbaren Freizeitfahrzeugen) vollständig erfüllt werden. Die DIN 721 schreibt die Erfüllung von bestimmten Lüftungsquerschnitten je nach Art und Anzahl der eingebauten Geräte vor. Ältere Fahrzeuge, die nach dem DVGW-Arbeitsblatt G607:1996-03 oder früher installiert wurden, haben Bestandschutz, d.h. die früheren Regelungen können für diese Fahrzeuge weiter in Anspruch genommen werden. Bitte fragen Sie Ihren Gassachkundigen.
Abgaskamine dürfen nicht unter Fenstern montiert werden.
Ausnahme: Bei Verwendung der Truma Abschaltautomatik und Tuma Boiler oder Heizung ist es zulässig.

Möchten Sie einen Unterflurgastank einbauen, so benötigen Sie ein Kombiventil direkt am Gastank, das zur Gasprüfung benutzt wird und an das Sie einen Gasgrill außen direkt anzuschließen können. Gastanks müssen alle 10 Jahre neu TÜV–geprüft werden.
Eine Liste der Gastankstellen bekommen Sie von uns gegen Freiumschlag.


8 mm oder 10 mm Ø: Wann, was, wozu?

Bei 50 mbar-Gasanlagen ist der Ø für Gasrohre, Schläuche und deren Verbindungsteilen 8 mm. In Folge der Umstellung auf den niedrigeren Betriebsdruck von 30 mbar ist es daher sinnvoll, die Gasmenge zu erhöhen, die zu den Verteilern (Verteilerblöcken) ankommt, um eine ausreichende und gleichbleibende Versorgung der einzelnen Verbrauchern abzusichern. D.h. die Verbindung von Gastank / Gasflasche zum Verteilerblock kann mit einem 10 mm-Ø-System ausgestattet werden.
Bitte beachten: die Versorgung vom Verteilerblock zu den einzelnen Verbrauchern ist weiterhin mit dem Ø von 8 mm durchzuführen.

Installation von Flüssiggasanlagen

Bei der Installation und Prüfung von Flüssiggas-Anlagen wird zwischen verschiedenen Anlagen unterschieden, wie z. B. Anlagen in Wohngebäuden, in Freizeitfahrzeugen und Wohneinheiten zur vorübergenden oder jahreszeitlichen Nutzung. Zur letzgenannten Kategorie zählen unter anderem Jagd- und Forsthütten sowie Mobilheime. Früher mussten diese grundsätzlich nach den "Technischen Regeln Flüssiggas" (TRF) entsprechend wie Wohngebäude installiert und geprüft werden. Nach der Überarbeitung der Regelwerke Norm DIN EN 1949 und dem DVGW-Arbeitsblatt G 607 ist es seither unter bestimmten Voraussetzungen möglich, die Flüssiggas-Anlagen in diesen Wohneinheiten einer G 607-Prüfung zu unterziehen. DVGW und DVFG haben eine Entscheidungshilfe entwickelt, die zusammenfasst, welche Voraussetzungen dafür erfüllt sein müssen.
Hier können Sie dieses Infoblatt herunterladen (Herausgeber: Deutscher Verband Flüssiggas, DVFG):

Gasanlage 30 mbar oder 50 mbar!

Seit dem 01.01.2003 gilt die neue EN 1949 und die EN 12864. Daher dürfen bei Neufahrzeugen und Neu zugelassenen Fahrzeugen nur noch Druckregler der neuen Norm mit 30 mbar verwendet werden.
Neuzulassungen dürfen nur noch mit 30 mbar Betriebsdruck ausgerüstet werden. Die Änderung des Betriebsdrucks auf 30 mbar erfolgt im Zuge der EG-Harmonisierung. Es dürfen nur Druckregelgeräte und Verbrauchsgeräte (Heizung, Kocher, Kühlschrank, Boiler usw.) des gleichen Betriebsdrucks in einem Fahrzeug betrieben werden, das heißt:

30 mbar für Neufahrzeuge,
30 mbar oder 50 mbar für Fahrzeuge älter als 01.01.2003

Reimo bietet viele Gaszubehörteile, das heißt Regler, Kühlschränke, Kocher, Heizungen, Boiler für beide Betriebsdrücke an. Achten Sie beim Kauf unbedingt auf gleichen Betriebsdruck, sonst gibt es keine erfolgreiche Gasprüfabnahme.
Die 50 mbar Geräte sind als Ersatz für defekte Geräte gedacht.
Den Betriebsdruck Ihrer bestehenden Anlage entnehmen Sie dem Typenschild der vorhandenen Geräte, bzw. Ihrer Prüfbescheinigung.

Voraussichtlich werden in wenigen Jahren nur noch Geräte und Ersatzteile für 30 mbar angeboten werden. Bei den meisten Geräten z.B. Heizungen und Kühlschränken brauchen Sie keine Angst vor weniger Leistung zu haben, da dort die Hersteller speziell auf den Gasdruck abgestimmte Düsen einsetzen um konstante Leistung zu erreichen.

Sachkundigen-Prüfung DVGW-DVFG
Hinweis: Gasanlagen müssen alle 2 Jahre von einem DVFG–anerkannten Sachkundigen überprüft werden. Das Ergebnis wird in die Prüfbescheinigung (bei den Papieren mitführen) eingetragen. Bei Neu-Installation und Änderungen ist auch vorzeitig eine Prüfung vorgeschrieben. Kommen Sie zu uns.
Regler und Schläuche müssen alle 10 Jahren ausgetauscht werden.
Gastanks müssen alle 10 Jahre TÜV-geprüft werden.

Die von uns angebotenen Geräte sind alle CE–geprüft und dürfen in Fahrzeuge eingebaut werden. Die eingebauten Zündsicherungen schließen spätestens nach 60 Sekunden die Gaszufuhr, falls die Flamme ausgeblasen wird. Dadurch kann es nicht zu Unfällen durch ausströmendes Gas kommen.
Heizungen, Kühlschränke und Boiler müssen immer mit dem original Abgaskamin eingebaut werden. Die Verbrennungsluft muss nach außen geführt werden.


Tipp zur Berechnung des passenden Druckreglers:
Nach der neuen Norm muss der Durchfluss des Reglers so groß sein, das bei Betrieb aller Verbraucher gleichzeitig die Durchflussmenge des Reglers größer ist als der Verbrauch.
Beispiel: 2-flammiger Kocher 232 g/h, Heizung E2400 200 g/h, Boiler 120 g/h
= Gesamtverbrauch: 552 g/h - > Regler mit 00,8 kg/h Durchflussmenge


Heizungsbetrieb während der Fahrt: Mit der Truma SecuMotion dürfen Sie in Europa die Truma C und E Heizungen zum Heizen benutzen.
 
 
Sie finden alles was Sie zum Aufbau Ihrer Wohnmobil-Gasversorgung brauchen in unserer  Zubehör-Shop-Rubrik Gastechnik, Gaskocher, Gasflaschen

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Wir garantieren nicht für Richtigkeit, Gültigkeit und Anwendbarkeit der in diesem Ausbau-Ratgeber dargestellten Tipps, Vorgehens­weisen oder Montagehinweise, und übernehmen keine Haftung für etwaige Schäden.
Die Inhalte dieses Ausbau-Ratgebers beruhen auf Artikeln, die in den REIMO Ausbau- und Zubehörkatalogen 1995 - 2012 erschienen sind. Sie beschreiben allgemeine Vorgehensweisen, die nicht unbedingt für jeden Fahrzeugtyp und jedes Baujahr Gültigkeit haben. Bitte fragen Sie einen regionalen REIMO-Ausbauspezialisten, bevor Sie mit dem Ausbau beginnen.