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REIMO Ausbau-Ratgeber – Mit dem Wohnmobil unterwegs

Ausbauratgeber: Unterwegs
Auch wer mit dem Wohnmobil verreist, macht dem Sprachgebrauch nach "Campingurlaub". Im folgenden finden Sie deswegen viel Wissenswertes rund ums Camping, aber auch Hinweise zu Verkehr und Autoreisen.
• Camping: Zelttechnologie, Selbstaufblasende Liegematten
• Unterwegs zu beachten: Vorschriften, Verkehr, etc.
Die Zelthaut
Kunstfaser oder Baumwolle?
Das ist eine Glaubensfrage. Für Reisezelte haben sich heute fast ausschließlich moderne Kunstfasergewebe wegen ihrer hervorragenden Wasserdichtigkeit und Stabilität bei geringem Gewicht und Packmaß durchgesetzt. Ihr Nachteil ist die geringere Atmungsaktivität (Ausnahme Acrylgewebe) und die schlechtere Lichtbeständigkeit, die aber bei der üblichen Verwendung als Urlaubszelt wenig ins Gewicht fällt. Zur Erhöhung der Lichtechtheit können die Gewebe mit einer UV Schutzbeschichtung versehen werden.
Nylon-Taffeta (Polyamid)
Extrem leichtes und stabiles Gewebe. (Taffeta = englische Bezeichnung für Taft = Gewebe aus Chemiefäden).
Die Qualitätsangabe erfolgt in Faden per Quadrat-Inch (190T = 190 threads/Faden per square inch). 190T/70D bezeichnet zusätzlich die Faserstärke von 70D ((D = Denier, Maß der Fadenstärke bei Chemiefasern). Nylon ist sehr leicht (oft nur 78 g/qm).

Es wird durch spezielle Beschichtung noch wasserfester:
Nylon Ripstop
Nylon Gewebe mit eingewebten Verstärkungen. Stabiler, deutlich reißfester und teurer. Die Dehnungen des Materials bei Temperaturschwankungen sind erheblich geringer. Es ist hauchdünn und sehr stabil und wird deshalb auch für sehr edle Schlafsäcke verwendet.
Polyestergewebe
Extrem stabil und kaum Verschleiß. Lange Haltbarkeit. Vergleichsweise widerstandsfähig gegen Sonneneinstrahlung. Geringe Wasseraufnahme, Feuchtigkeit bleibt auf der Materialoberfläche und dringt kaum in die Faser ein.
Sehr schnell trocknend.
Polyester PU-beschichtet (coated)
Noch stärker wasserabstoßend und extrem schnell trocknend.
Polyester mit Silikon-Beschichtung
Wasser perlt noch stärker ab und dringt gar nicht in das Gewebe ein.
Polyester Ripstop
Polyester Ripstop (polyurethan coating)
Polyestergewebe mit verstärkten “Gittereinlagen”, besonders reißfest.
Oxford Polyester, z.B. 150D
Gewebte Polyesterfasern - stabiler und reißfest. Wird für extrem hochwertige Zelte verwendet.

REIMO-Zelte sind überwiegend aus Ripstop-Polyester oder Oxford-Polyester: Für lange Haltbarkeit bei niedrigem Gewicht.
PE oder Polethylen
Für Zeltböden oder Faulstreifen. Lange, dünne „Plastikadern“ werden verwebt und von beiden Seiten mit flüssigem Polyethylen laminiert. Abrieb-, und moderfest, UV-unempfindlich.
PVC Gewebe
Äußerst schweres, wasserdichtes und widerstandsfähiges Gewebe, werden teilweise für Zeltdächer oder Faul streifen verwendet.
Baumwolle
Baumwolle
Atmungsaktiv, lässt Wasser und Luft durch. Dabei wird Feuchtigkeit aufgenommen, die einzelnen Fasern quellen und das Gewebe wird dicht. Baumwolle erreicht meist nur eine Dichtigkeit von etwa 300 mm Wassersäule.
Wegen des hohen Gewichts, der Empfindlichkeit und der langen Trocknungsdauer wird sie nur noch selten eingesetzt.
Polycotton
Polycotton
Atmungsaktives Mischgewebe aus Polyester und Baumwolle. Leichter und wasserabstoßender als reine Baumwolle. Doch im Vergleich zu Polyester erheblich schwerer und nicht so wasserdicht.
Acryl
Acryl
Modernes Hi-Tech Kunstfastergewebe mit der Atmungsaktivität ähnlich wie bei Baumwollzelten.Wird nur bei sehr hochwertigen Zelten eingesetzt (z.B. Serie bei Isabella Zelten).
Nahtabdichtung - Seam Taping
Die Kunstfasergewebe sind zunächst an den Nähten undicht. Zum Abdichten wird bei Polyesterzelten spezielles, hochwertiges PU-Dichtband unter Hitze und Druck innen auf die Nähte gepresst. Dadurch werden sie vollständig wasserabstoßend. Bei Beschädigung kann mit flüssigen Nahtdichtmitteln abgedichtet werden. Bei Nylonzelten (meist Doppeldachzelte) ist Nahtabdichtung nicht so kritisch. Sie werden mit Polyesterfäden mit Baumwollummantelung vernäht, die aufquillt und abdichtet. Bei Baumwollzelten quillt die Naht selbst meist zu.
Schwerentflammbarkeit
Zeltgewebe sind naturgemäß empfindlich gegen Feuer. Zur Verbesserung der Eigenschaften können sie schwer entflammbar beschichtet werden.
Das Zelt-Gestänge
Stahlgestänge
Stahlgestänge
Sehr stabil. Bei einfacher Ausführung nur lackiert, besseren Rostschutz bietet eine Verzinkung. Wichtig sind eine sehr gute Versteifung der Eckwinkel und die Verbindung der Einzelteile durch Gummi, Schnüre oder Ketten. Farbmarkier­ungen oder Nummerierungen erleichtern den Aufbau.
Aluminium-Gestänge
Aluminium-Gestänge
Etwa 50% leichter als Stahl. Für ausreichende Stabilität meist kräftiger zu dimensionieren als Stahlgestänge. Stauvolumen ist etwa gleich.
Fiberglas-Gestänge
Fiberglas-Gestänge
Verwendung bei modernen Kuppel- oder Tunnel-Zelten. Herstellung aus Fasern, die mit Harz verklebt werden. Hochbiegsam, elastisch und kehrt immer in die Ausgangsposition zurück. Beliebig lange Stangen sind aus Einzelelementen zusammensteckbar.
Elastische Seilverbindungen erleichtern den Aufbau. Extrem haltbar, schwerer als Aluminium.
Alu-Stangen für High Tech-Zelte
Verwendung bei speziellen Hochgebirgs-Zelten. Meist aus Flugzeug-Aluminium, hochfest und sehr leicht. Wegen der hohen Materialkosten lohnt der Einsatz nur, wo besonders niedriges Gewicht oder sehr hohe Festigkeit notwendig sind.
Zelt-Komponenten
Abspannleinen
Abspannleinen
Sollten eine helle Farbe haben, damit sie im Dunkeln sichtbar sind. Ideal sind Leinen mit eingewebten Reflexstreifen, die im Dunkeln wie Katzenaugen das Licht reflektieren.
Moskitonetz
Sollte extrem dicht und an allen Zeltöffnungen vorhanden sein.
Bodenlüfter
Lüftungen
Sollten in ausreichender Zahl vorhanden und bei Regen abdeckbar sein.
Heringe
Prüfen Sie die Ausstattung vor dem Urlaub. Reserve ist immer sinnvoll für unterschiedliche Bodenbeschaffenheit. Wählen Sie aus unserem reichhaltigen Angebot an Zeltheringen aus.
Reißverschluss
Reißverschlüsse
Sie müssen ausreichend groß und aus dem richtigen Material sein.
Reißverschluss-Abdeckungen
Kaum ein Reißverschluss ist wasserdicht. Sie sollten deshalb mit einer Stofflasche abgedeckt werden, welche mit einem Klett band fixiert werden kann.
Zelttüren
Geöffnet sollten sie nicht am Boden liegen.
Fensterabdeckung
Zeltfenster
Fenster mit Moskitonetz sorgen für gute Lüftung, müssen bei Regen aber ge schlossen werden, wenn die Abdeckung sich nicht als Schutz darüber abspannen lässt. Blenden über den Fenstern schützen die aufgerollte Abdeckung vor Schmutz und Wasser. Gardinen vor den großen Klarsichtfenstern schützen ihre Privatsphäre.
Hochentlüftung
Schwitzwasser-Dichtigkeit
Moderne Gewebe sind meist extrem wasserdicht. Dies hat zur Folge, dass die Feuchtigkeit der Atemluft oder Raumluft an den Innenwänden kondensiert. Abhilfe schaffen nur gute Lüftungsmöglichkeiten. Dabei gilt die Regel: Je größer der Temperaturunterschied zwischen außen und innen, desto mehr muss gelüftet werden. Reduzieren lässt sich der Effekt auch durch die Verwendung eines Thermohimmels aus Baumwollgewebe, der Feuchtigkeit speichern kann und somit ausgleichend wirkt.
Thermodach
Wohnklima
Bei den dünnen und leichten High-Tech-Materialien ist ein zusätzlicher Schutz vor Hitze zu empfehlen. Es gibt drei Möglichkeiten:
• Das Zeltdach erhält eine reflektierende Beschichtung, damit Sonnenstrahlen möglichst gut reflektiert werden.
• Innerhalb des Zeltes wird ein sog. Thermohimmel gespannt. Die Luftschicht zwischen Dachhaut und Thermohimmel wirkt isolierend.
• Über dem Zeltdach wird eine zweite Dachhaut gespannt.
Zwischen den beiden Dächern sorgt die zirkulierende Luft für Kühlung. Zusätzlich kann unter der Schutzhaut ein Dachfenster angebracht werden, welches die warme Luft abziehen lässt. Besonders wirksam in Verbindung mit einem Bodenlüftungsfenster.
UV-Schutz
Die Kunstfasern von modernen Zelten sind leicht, stabil und nahezu verrottungsfrei. Sie sind jedoch nicht vollständig UV-stabil. Höherwertige Zelte erhalten eine UV-Schutzbeschichtung. Vermeiden Sie trotzdem zu intensive Sonneneinwirkung oder nutzen Sie ein Sonnensegel zur Beschattung.
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Wir garantieren nicht für Richtigkeit, Gültigkeit und Anwendbarkeit der in diesem Ausbau-Ratgeber dargestellten Tipps, Vorgehens­weisen oder Montagehinweise, und übernehmen keine Haftung für etwaige Schäden.
Die Inhalte dieses Ausbau-Ratgebers beruhen auf Artikeln, die in den REIMO Ausbau- und Zubehörkatalogen 1995 - 2012 erschienen sind. Sie beschreiben allgemeine Vorgehensweisen, die nicht unbedingt für jeden Fahrzeugtyp und jedes Baujahr Gültigkeit haben. Bitte fragen Sie einen regionalen REIMO-Ausbauspezialisten, bevor Sie mit dem Ausbau beginnen.